Freizeitstress – Ein Beziehungskiller?

Freizeitstress – Führt das zum Beziehungstod?

Freizeitstress – In unserer heutigen, stressigen Arbeitswelt spielt der Ausgleich in Form einer geliebten Tätigkeit in der Freizeit eine überaus wichtige Rolle. Steht man wochentags ständig unter Strom, so kann ein den Stress kompensierendes Hobby durchaus den nötigen Abstand zum aufreibenden Job darstellen. Doch übertreibt man das Reiten seiner Steckenpferde zu sehr, kann daran eine Partnerschaft zerbrechen.

Wenn zu viele Hobbys die Liebe töten

Ob nun hobbymäßiger Computerfreak, freiwilliger Feuerwehrmann, leidenschaftlicher Angler, passionierter Briefmarken-Junkie oder begeisterter Fußballer beim örtlichen Fußballverein: Die geistige Zerstreuung aber auch die körperliche Kompensation einseitiger Tätigkeiten im Job durch ein ausgleichendes Hobby wirkt sich positiv auf Körper sowie Seele aus und fördert die Lust auf positiven Stress. Nämlich dem Freizeitstress. Betreibt jedoch einer der Partner mehr als ein Hobby oder verschlingt der Freizeitstress den Großteil seiner ihm zur Verfügung stehenden Zeit, wird das über kurz oder lang unweigerlich ein Problem für seinen Partner bzw. seine Familie darstellen.

Wenn er zudem nur die Ausführung der eigenen Hobbys als äußerst wichtig erachtet, die des Partners aber als unwichtig abtut, treten meist weitere Schwierigkeiten auf. Gibt einer dem anderen zudem das Gefühl, die Freizeitbeschäftigung zeitlich wie emotionell dem Partner vorzuziehen, sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Der auf die Dauer vernachlässigte Lebenspartner zieht sich meist in der Folge nach und nach emotional zurück. Manche suchen sich dann – teils aus Frust, teils aus Langeweile – selbst ein zeitaufwändiges Steckenpferd, welcher Umstand zwangsläufig zur schleichenden Entfremdung der einst Liebenden führt.

Wie man Abhilfe schafft

Soll eine Partnerschaft gut funktionieren, müssen beide Partner erstmal das Gefühl haben, dem anderen sehr wichtig zu sein. Getrennte Hobbys stellen bei einer harmonischen Partnerschaftsbasis normalerweise dennoch kein Problem dar. Die Voraussetzung für das Gelingen ist wie bei so vielem der richtige Umgang damit.

Trotz der Ausübung eines oder mehrerer Hobbys sollte genügend Zeit für den Partner bzw. die Kinder übrig sein. Der Liebespartner bzw. die Familie darf sich  gegenüber Hobbys und anderen Freizeitstress nicht zurückgestellt fühlen. Üben beide zwei sich nicht miteinander kombinierbare Freizeitbeschäftigungen aus, so wäre natürlich ideal, wenn sie dies zum selben Zeitraum machen könnten. In der übrigen Zeit sollte Platz für gemeinsame Tätigkeiten, idealerweise ein gemeinsames Hobby oder auch für vereinte Entspannung bei gemeinsamem Lesen oder Kochen, frei gehalten werden.

Gegenseitiges Interesse am Partner bringt meist auch automatisch Verständnis für die Freizeittätigkeiten und den damit verbundenen Freizeitstress des anderen mit. Ohne den anderen einschränken zu wollen, sollte aber dennoch ein gewisses Pensum nicht überschritten und der Bogen somit nicht überspannt werden. Für Egoismus ist in einer Beziehung kein Platz.

Disbalance tut Partnerschaft nicht gut

Eine harmonische Beziehung gründet auf Ausgleich. Eine frappante Disbalance – egal ob hinsichtlich Arbeitsteilung im Haushalt oder gegenseitigen Freiräumen – wird sich früher oder später zu einem ausgewachsenen Problem entwickeln. Mit dem Eingehen einer Beziehung übernimmt jeder der beiden eine nicht zu unterschätzende Verantwortung für das Gelingen des Projektes „Harmonische Partnerschaft“. Denn: Nimmt man sich nicht die Zeit für seinen Partner, so nimmt ihn einem einmal die Zeit …

Kommentare

Kommentare

Deine Meinung?